Größen und Rahmen

Die Sprache der Proportion

Nicht jedes Bild wirkt in jedem Format gleich. Deshalb bieten wir unsere Motive nur in den Proportionen an, für die sie gestaltet wurden.

Quadratische Formate (1:1) wirken ruhig, ausgewogen und harmonisch. Sie eignen sich besonders für Bereiche, in denen ein Bild eine gewisse Ordnung und Balance schaffen soll.

Rechteckige Formate (2:3 oder 3:2) gehören zu den klassischen Bildproportionen. Sie wirken vertraut, vielseitig und passen in nahezu jeden Wohnstil. Viele unserer Motive wurden genau für dieses Verhältnis entwickelt.

Panoramaformate (1:3 oder 3:1) schaffen Weite und ziehen den Blick durch den Raum. Sie eignen sich hervorragend über Sofas, Sideboards oder Betten. Vertikale Panoramen sind außerdem eine interessante Lösung für schmale Wandflächen, Nischen oder Bereiche zwischen Fenstern und Türen, in denen herkömmliche Formate oft zu breit wirken.

Wir verändern die Proportionen unserer Motive nicht nachträglich. Ein Bild wird weder gestreckt noch beschnitten, nur um in ein anderes Format zu passen. So bleibt die Komposition erhalten, wie sie ursprünglich gedacht war.

Die Wahl des Formats ist deshalb nicht nur eine Frage der Größe, sondern auch der Wirkung im Raum.

Die richtige Größe

Die Größe eines Bildes bestimmt seine Präsenz.
Ein großes Format prägt einen Raum oft stärker als jedes Möbelstück. Kleinere Bilder wirken zurückhaltender und eignen sich besonders für Bildergruppen oder kleinere Wandflächen.

Ich persönlich neige zu großen Bildern – zu jenen, die ein Statement an der Wand sind. Das größte Werk in meinem Besitz misst rund 150 × 220 cm und hängt nicht zufällig im Wohnzimmer: Es spricht mit den anderen, und gemeinsam entsteht eine Art Dialog in Farbe.

Natürlich kann man auch Galeriewände aus kleineren Bildern gestalten – dabei zählt das Zusammenspiel: Thema, Farbe, Rhythmus. Unterschiedliche Formate dürfen sich mischen, solange sie einander Raum lassen und im Gleichgewicht bleiben.

Gerahmt oder ungerahmt?

Ein guter Rahmen schützt nicht nur das Bild. Er bestimmt auch, wie das Werk im Raum wirkt.

Deshalb bieten wir alle Motive sowohl ungerahmt als auch gerahmt an.

Papierdrucke werden ungerahmt gerollt geliefert. Das ist die sicherste Versandart und gibt Ihnen die Freiheit, später selbst über Rahmen und Präsentation zu entscheiden.

Unsere gerahmten Papierdrucke werden in einen hochwertigen Boxrahmen mit leichter und bruchsicherer Plexiglasverglasung eingesetzt. Das Ergebnis wirkt klar, modern und schützt den Druck zuverlässig vor Staub und Berührung.

Leinwanddrucke liefern wir grundsätzlich auf einen stabilen 38-mm-Keilrahmen gespannt. Sie können sofort aufgehängt werden und wirken auch ohne zusätzlichen Rahmen bereits hochwertig und vollständig.

Wer eine noch elegantere Präsentation bevorzugt, kann die Leinwand mit einem Schattenfugenrahmen wählen. Dabei bleibt zwischen Bild und Rahmen ein schmaler Abstand von etwa sieben Millimetern. Dadurch scheint die Leinwand förmlich im Rahmen zu schweben und erhält zusätzliche Tiefe und Präsenz an der Wand.

Ob gerahmt oder ungerahmt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Manche Motive wirken mit einem klaren Rahmen besonders stark, andere entfalten ihre Wirkung gerade durch die Reduktion auf das Wesentliche.

Passepartout – mehr Raum für das Bild

Ein Passepartout schafft Abstand zwischen Bild und Rahmen. Dadurch wirkt das Motiv ruhiger, erhält mehr Präsenz und kommt besonders in größeren Formaten hervorragend zur Geltung.

Die leicht abgeschrägte Innenkante erzeugt eine feine Schattenlinie, die zusätzliche Tiefe schafft und den Blick auf das Wesentliche lenkt.

Viele Kunstliebhaber schätzen Passepartouts, weil sie einem Bild mehr Raum geben und seine Wirkung an der Wand verstärken können.

Unsere Passepartouts sind in einem neutralen Weißton gehalten und harmonieren mit allen angebotenen Rahmenfarben.

Mein Fazit

Die Wahl von Größe, Material und Rahmen ist immer auch eine persönliche Entscheidung.

Ich selbst lasse fast alle meine Werke rahmen – außer die ganz großen Formate.

Meist wähle ich den Rahmen selbst, weil er das Werk vollendet wie ein Punkt am Ende eines Satzes.

Natürlich kostet ein hochwertiger Rahmen Geld. Nicht selten ist er teurer als der Druck selbst. Trotzdem entscheide ich mich meistens dafür.

Aber dann hängt etwas an der Wand, das doppelt so schön ist. Denn am Ende zählt nicht, was das Bild gekostet hat, sondern wie es an der Wand wirkt.

Und das ist es mir wert.