Warum unsere Bilder anders wirken
Unsere Bilder entstehen nicht aus Vorlagen oder Massenproduktion. Sie werden über viele Schritte entwickelt, ausgewählt und verfeinert, bis sie in einem Raum wirklich Atmosphäre erzeugen.
Der kreative Prozess
Ich sammle Bilder seit mehr als dreissig Jahren.
Ich habe Unternehmen gegründet, mit Aktien gehandelt, Immobilien gekauft und verkauft, bin durch die Welt gereist. Kunst lief dabei immer mit. Nicht im Vordergrund, mehr wie ein Hobby.
Über die Jahre habe ich Tausende Bilder gesehen, In Galerien, Museen, Hotels, Wohnungen und auf Kunstmessen. Viele habe ich bewundert. Die meisten vergessen. Einige habe ich gekauft.
Ich habe nie verstanden, warum man sich Bilder an die Wand hängt, die man nach drei Tagen nicht mehr wahrnimmt. Für mich müssen Bilder etwas auslösen. Sie müssen Energie haben, Persönlichkeit, innere Kraft.
Kreative Arbeit bestand schon immer aus einer Mischung aus Idee, Experiment, Zufall und Auswahl. Viele Künstler haben mir diese Annahme bestätigt.
KI hat diesen Prozess nicht erfunden. Sie hat ihn nur beschleunigt. Als die ersten KI-Bildgeneratoren auftauchten, war mein Eindruck nicht, eine Maschine würde Kunst erschaffen.
Ich hatte das Gefühl, ein neues kreatives Werkzeug in den Händen zu halten. Zum ersten Mal konnte ich eine Idee verfolgen, hunderte Varianten ausprobieren, Richtungen wechseln und innerhalb weniger Stunden Wege erkunden, für die man früher Wochen oder Monate gebraucht hätte.
Heute arbeite ich mit künstlicher Intelligenz als kreativem Werkzeug.
Aus einer Idee entstehen erste Entwürfe. Die meisten davon verwerfe ich sofort. Andere enthalten etwas, das mich interessiert: eine Stimmung oder einen Ausdruck oder ein Hauch dieser Stärke, die ich suche.
Von dort beginnt ein oft langer Prozess. Ich ändere Vorgaben, verfolge neue Richtungen, verwerfe wieder, beginne neu und entwickle das Bild Schritt für Schritt weiter.
Manchmal entstehen dabei zwanzig Versionen, manchmal hunderte. Oft lasse ich das Projekt einige Wochen abkühlen, ehe ich daran weiterarbeite.
Die Technik liefert Möglichkeiten. Welche davon weiterverfolgt werden, entscheidet mein Auge, mein Geschmack und letztlich die Frage, die ich mir bei jedem Bild stelle:
Würde ich dieses Bild selbst an meine Wand hängen?
Jedes Bild ist so auch ein Stück meines Weges. Es spiegelt meine Erfahrung als Sammler, meine Lust am Gestalten und meinen Geschmack. Ich suche Vielfalt und Tiefe, nicht den einen Trick, der immer wieder funktioniert.
Oder, wie ChatGTP das kürzlich formuliert hat: Ich suche nach Bildern an denen etwas dran ist.
Und genau das möchte ich weitergeben: keine perfekte Theorie, sondern Bilder, die berühren sollen – vielleicht leise, vielleicht stark. Aber immer echt.